Labordiamanten sind echte Diamanten — chemisch, physikalisch und optisch identisch mit Naturdiamanten. Kein Gerät kann den Unterschied ohne spezielles Equipment erkennen. Und trotzdem sind sie für Investoren wertlos. Warum?
Was ist gleich?
- Identische chemische Zusammensetzung (reiner Kohlenstoff, kubisch)
- Identische Härte (10 Mohs), Brillanz und Feuer
- Identische GIA/IGI-Bewertung nach den 4 C
- Mit bloßem Auge und unter Lupe nicht unterscheidbar
Was ist anders?
| Merkmal | Naturdiamant | Labordiamant |
|---|---|---|
| Entstehung | Milliarden Jahre, Erdtiefe | Wochen im Labor (CVD/HPHT) |
| Preis (1 ct, G/VS2) | 3.000–8.000 € | 300–800 € |
| Wiederverkaufswert | 50–70 % des Kaufpreises | 5–15 % des Kaufpreises |
| Investment-Eignung | ✓ Ja (Top-Qualität) | ✗ Nein |
| Nachhaltigkeit | Bergbau-Eingriff | Energieintensiv (je nach Quelle) |
| Zertifikat | GIA, IGI, Gübelin | Primär IGI |
| Erkennbarkeit | Nur mit Spezialgerät | Nur mit Spezialgerät |
Der Preisverfall bei Labordiamanten
Seit 2020 sind die Preise für Labordiamanten um 50–80 % gefallen. Der Grund: Die Herstellungskosten sinken mit verbesserter Technologie, während das Angebot explodiert. 2024 kostete ein 1-ct Labordiamant in G/VS2/Excellent bereits unter 400 €.
Naturdiamanten sind in dieser Zeit leicht gestiegen — der Abstand wächst. Das macht Labordiamanten für Schmuck attraktiver, für Investments völlig ungeeignet.
Für wen eignet sich welcher Diamant?
Labordiamant: Verlobungsring mit maximalem visuellen Eindruck bei begrenztem Budget. Schmuck ohne Wiederverkaufsabsicht. Umweltbewusstes Statement (mit zertifiziertem Ökostrom).
Naturdiamant: Investment. Wertanlage. Erbstück. Wenn Herkunft und Seltenheit zählen.